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8. Expertenhochmut übertrifft Rembrandt, Vermeer und Musil

Rembrandt - „Der Mann mit dem Goldhelm“

Hunderte von Jahren galt „Der Mann mit dem Goldhelm“ als eines der schönsten Gemälde von Rembrandt. Seit 1986 ist sicher, dass es kein Rembrandt ist. Das Bild wanderte in das Hollands tiefstes Verliess. 


Mann mit Goldhelm

Die blossgestellten Experten sagen, der Maler habe eben „nicht weniger rembrandtisch als Rembrandt gemalt sondern mehr.“ Nur deshalb hätten sie nichts gemerkt.

Die Verbannung des Meisterwerkes ist eine Schande. Das Bild ist so gut wie die allerbesten Rembrandts und gehört an deren Seite.

Fazit: Die Kunstexperten können echt und falsch nicht unterscheiden.


Hermann Görings Vermeer-Sammlung

Der Hitler-Kumpan Hermann Göring war auf primitive Weise kunstbegeistert,
insbesondere war er in seine „Vermeers“ vernarrt die er vom Holländer „Han van Meegeren“ gekauft hatte.

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Vermeer                                                        van Meegeren

Nach dem Krieg prozessierte Holland gegen den Verkäufer van Meegeren wegen dem Verkauf der Kunstwerke. Nun machte van Meegeren geltend, es sei lobenswert, dass er Göring mit eigenen Fälschungen betrogen habe. Man glaubte ihm nicht. Die Vermeers seien zweifellos echt. 
Nun bewies van Meegeren seine Fähigkeiten indem er unter den Augen der Experten einen neuen Vermeer fälschte.

Fazit: Die Kunstexperten können echt und falsch nicht unterscheiden.

 
Musils „Der Mann ohne Eigenschaften“

Etwa 1980 sandte einer ein Romanmanuskript an die 20 wichtigsten Buchverlage.
Er schrieb dazu, er sei Buchhalter und habe das Werk in der Freizeit in zwei Jahrzehnten verfasst, ob man es jetzt drucken könnte?
Keiner wollte. Der Rowohlt-Lektor schrieb, dass es halt nicht das literarische
Niveau der Berufsschriftsteller habe, Er möge doch in Ruhe sein Hobby für sich und seine Freunde weiter betreiben. Diese Genugtuung möge ihm bleiben. 
Das Manuskript war wortgetreu Robert Musils „Der Mann ohne Eigenschaften*, lediglich mit veränderten Personennamen. Rowohlt wirbt für das Werk als dem bedeutendsten deutschsprachigen Roman des 20. Jahrhunderts.

Fazit: Die Literaturexperten können echt und falsch nicht unterscheiden.
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